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Porgo Tagträumer

Porgo Tagträumer

Wie wollen wir entscheiden, wohin wir gehen,
wenn wir nicht wissen, woher wir kommen?

Woher die Früchte stammen

Wollt ihr wissen, woher die Früchte stammen? Ich werde es euch verraten.

Natürlich kannten die Menschen damals weder Äpfel, noch Birnen, Bananen noch Trauben. Sie hungerten und gleich ihnen hungerten die Tiere. Kärglich war die Nahrung für Mensch und Tier. Nur das Rüsselschweinchen war fett, als hätte es sich heimlich gemästet. „Gewiss weiß das Schweinchen, wo es was zu fressen gibt.“, sagten die Tiere. „Die Maus soll ihm folgen, sie ist jung und klug und flink und das Schweinchen wird sie nicht bemerken.“

Am nächsten Morgen machte sich die Maus auf den Weg. Lange lief sie hinter dem Schweinchen her, bis es mitten in einem riesigen Urwald an einem Hügel anhielt. Auf dem Hügel stand ein mächtiger Baum. Das war ein Zauberbaum. An seinen Ästen und Zweigen wuchsen alle Früchte der Welt: Bananen, Ananas, Äpfel, Pflaumen, Kirschen, Trauben, was ihr euch nur denken könnt, auch Nüsse und süße Beeren. Das Schweinchen sammelte auf, was in der Nacht vom Baum gefallen war und schlang es in sich hinein. Dann legte es sich hin und schlief ein.
Das Mäuschen aber fraß sich kugelrund und lief zurück, um den Tieren und den Menschen zu berichten von dem Zauberbaum.

Am nächsten Morgen folgten sie alle der kleinen Maus zu dem prächtigen Baum auf dem Hügel mitten im Urwald. Als sie sich an den herabgefallenen Früchten gesättigt hatten, versuchten sie auf den Baum zu steigen. Jeder wollte einen Ast abbrechen, aber der Stamm war zu glatt und sie fielen zu Boden wie die Früchte des Baumes.

Da sagten die Menschen: „Wir müssen den Baum fällen.“
Zehn Tage hieben sie auf ihn ein mit scharfen Äxten. Der Baum aber stand immer noch.
20 Tage führten sie unablässig die Axt, der Baum rührte sich nicht.
30 Tage schlugen sie auf ihn ein, schließlich aber neigte der Zauberbaum seine Äste zu Boden, damit sich jeder nehmen konnte, was er wollte. Die Menschen brachten die Früchte, die sie sich ausgesucht hatten, heim in ihre Dörfer und pflanzten die Samen der Früchte in fruchtbaren Boden. Von da an verbreiteten sich all die herrlichen Früchte weit über die Erde.

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© Danny Liebig